Traumatherapie

Eine der größten Herausforderungen des menschlichen Daseins ist die Nachwirkung traumatischer Ereignisse. Oftmals heilen die seelischen Wunden eines Traumas nicht von alleine und können zur Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) führen. PTBS ist eine Störung, die nach einem traumatischen Ereignis wie einem militärischen Einsatz, einem medizinischen Eingriff, einem sexuellen Übergriff oder einer Naturkatastrophe auftreten kann. Unter anderen können folgende Symptome auftreten:

  • Wiedererleben des traumatischen Ereignisses durch Flashbacks oder Alpträume
  • Vermeiden von Menschen, Orten oder Aktivitäten, die mit dem traumatischen Ereignis in Verbindung stehen
  • negative Gedanken und Stimmungsänderungen
  • Übererregung, Schreckhaftigkeit und Taubheit
  • Häufig entwickelt sich auch eine depressive Symptomatik.

Es gibt jedoch wirksame Behandlungsmethoden wie Eye Movement Desensitization and Reprocessing (EMDR), Somatic Experiencing (SE) oder auch Medikamente wie Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRIs), um PTBS zu behandeln.

 

Es ist wichtig, den Behandlungsplan zu finden, der für einen am besten funktioniert, da jeder Mensch einzigartig ist. Eine Kombination aus Traumatherapie, Tiefenpsychologie, Medikamenten und alternativen Behandlungen wie Yoga und Meditation kann in Betracht gezogen werden.

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EMDR

Als Psychotherapeut ist es eine erfüllende Erfahrung zu sehen, wie Menschen Fortschritte machen. Daher bin ich ein starker Befürworter von EMDR. Es ist eine Therapieform, die Augenbewegungen verwendet, um traumatische Erfahrungen zu verarbeiten und zu verstehen.

 

Es wird angenommen, dass traumatische Ereignisse die Fähigkeit des Gehirns zur Verarbeitung dieser Situationen behindern und zur Entwicklung von PTBS führen. EMDR hilft dem Gehirn, die belastende Erfahrung nachträglich zu verarbeiten, bis sie in der Gegenwart KEINE Belastung mehr darstellt.

 

Bei EMDR werden zunächst Erinnerungen an die traumatische Situation und die damit verbundenen Gefühle und Empfindungen besprochen, bevor man den Fingern des Therapeuten mit den Augen folgt. Dies führt dazu, dass die Selbstkontrolle etwas verringert wird und zudem wirken die Augenbewegungen beruhigend. Dadurch kann das Gehirn die belastende Erfahrung verarbeiten und sie wird in der Gegenwart nicht mehr als belastend empfunden, sondern nur noch als unangenehmes Erlebnis aus der Vergangenheit.

 

Diese Therapieform wirkt recht schnell, aber bei starker emotionaler Instabilität oder unsicheren äußeren Bedingungen wie zum Beispiel Täterkontakt ist es wichtig, zunächst ein Mindestmaß an Sicherheit herzustellen, bevor man mit der Therapie beginnt.

 

EMDR hat sich nicht nur bei der Behandlung von PTBS sondern auch bei der Behandlung von Angstzuständen und Depressionen als vielversprechend erwiesen.

 

Mittlerweile haben sich viele Psychotherapeutinnen in EMDR ausbilden lassen. Auf der Seite von emdria Deutschland e.V. können Sie gut ausgebildete Therapeuten in Ihrer Nähe finden. 

 

Kontaktieren Sie mich gerne für ein Erstgespräch.